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SRI übergibt Intercity-Wagen an Locomore

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Seit dem 14.12.16 fährt er nun offiziell. Der erste wirklich privat-mittelständische Fernzug mit 200km/h, zwischen Berlin und Stuttgart. Das Öffentlichkeitsinteresse und der Presserummel war überwältigend. Die SRI hält sich bei der Inbetriebnahme bescheiden im Hintergrund, wie schon bei der Vorstellung des ersten Wagens auf der Innotrans in Berlin. Nur die Insider wissen, dass der Intercity-Zug von SRI stammt. Nun wird es wirklich Zeit für eine offizielle News-Meldung.

 

Über ein Jahr Vorlauf war nötig bis zur Übergabe der ersten modernisierten Wagen der Bauart BmZ. Es handelt sich um vormalige Bm235 aus Beständen der DB, bereits zur Jahrtausendwende aus deren Bestand ausgeschieden. Der Ankauf vom vormaligen Eigentümer erfolgte Ende 2015. Vorerst acht Wagen lässt die SRI in Rumänien umfangreich aufarbeiten. Ein Großteil der Komponenten wie z.B. für Bremse und modernisierte Inneneinrichtung stammt von deutschen Lieferanten.

 

GF Simon Scherer äussert sich zufrieden “das rumänische Werk macht wirklich einen guten Job, hält sich an Vertrag und Zeitplan, aber es ist viel Koordination und Projektmanagement erforderlich. Die Vorbereitung und Vertragsverhandlungen waren dabei fast so zeitaufwändig, wie die spätere Umsetzung.” Es wurde ganz bewusst auf eine Mischung aus bewährten Abteilen plus modernisiertem Großraum gesetzt. Durch die Ausstattung mit Steckdosen, Wifi und Klimaanlagen wird den heutigen Bedürfnissen Rechnung getragen.

 

Folgender Link führt zu einem virtuellen 360 Grad Rundgang: http://www.kaemena360.com/home/long-distance-trains-2/locomore-stuttgart-berlin.html
Nachfolgender Link führt zu einem recht anschaulichen Bericht von der Eröffnungsfahrt: http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?2,8026585

 

Es gab im Vorfeld viele skeptische Stimmen, die sich und uns fragten, warum wir uns auf das Projekt einlassen, und ob man das schaffen kann. Wir glauben an das Produkt und dass der Markt wenigstens einen weiteren Anbieter verträgt. Wir glauben, man muss auch etwas wagen, wenn man etwas bewegen will. Man muss auch die Chancen sehen, nicht nur die Probleme und Risiken. Wir sehen einen Markt, und sehen Locomore viel mehr als eine Alternative zum Fernbus, und als Ergänzung des Angebotes der DB, weniger eine Konkurrenz zur DB. Die allgemeine Berichterstattung berichtet meist über die “David gegen Goliath Geschichte”. Das ist es, was die Leute lesen und hören wollen. Wir glauben dagegen, die Anbieter im System Bahn müssen noch mehr und besser zusammenarbeiten, um gemeinsam erfolgreich zu sein.